Der professionelle Radrennsport

Der Radrennsport zählt zu den anstrengendsten Sportdisziplinen überhaupt. Die Profis verbringen dabei nicht selten mehrere Stunden täglich im Sattel und sind ständig wechselnden Steigungen ausgesetzt. Bei kaum einem anderen Sport, mit Ausnahme des Laufsports vielleicht, werden die Körper über so lange Zeit immer wieder an die Grenzen ihres Belastungsvermögens gebracht. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten liegen bei etwa 40, etappenweise sogar bei 55 km/h.

Um an den großen offiziellen Rennen teilnehmen zu können, müssen die Radsportler deshalb sehr hart und lange trainieren. Die Vorbereitungen dauern meist Wochen und Monate und erfordern systematische Trainingsprogramme, die sich nicht allein auf die rein sportlichen Aspekte beschränken. Trotzdem sind nur die wenigsten dazu in der Lage, beispielsweise bei der Tour de France mit unter den Ersten über die Ziellinie zu fahren. Profis trainieren sogar täglich und machen auch bei schlechtem Wetter keine Ausnahme, denn dafür gibt es entsprechende Hallenbahnen. Das tägliche Pensum liegt im Durchschnitt bei etwa 100 Kilometern. Zudem werden auch kleinere Rennen gefahren. Dabei weiß jeder Sportler, dass er sich auch die entsprechende Ruhepause gönnen muss. Denn wo an den Kräften gezehrt wird, da baut der Körper ab.

Spitzensportler dieser Disziplin versuchen kontinuierlich, ihre persönlichen Grenzen noch weiter auszureizen, um noch mehr Leistung bringen zu können. Selbstverständlich ist neben der körperlichen Fitness auch die einwandfreie Gesundheit eine Grundvoraussetzung.

Der Profi-Radsport ist ein Teamsport. Und ähnlich wie beim Fußball geht es nicht nur darum, irgendwie als Erster ein Tor zu schießen, also durchs Ziel zu fahren. Vielmehr entwickeln die Trainer der Radsportklubs gemeinsame Strategien, die sich von Veranstaltung zu Veranstaltung ändern können. Alle Teammitglieder müssen Rücksicht aufeinander nehmen und sich beispielsweise auch hin und wieder die Gelegenheit geben, im Windschatten ihrer Kollegen oder anderer Fahrer zu fahren. So wird die zur Verfügung stehende Kraft der einzelnen Fahrer und des Teams dosiert, damit die vorderen Positionen erreicht werden können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.