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Chronik der Radrennsport-Abteilung

Das erste VCD-Clubrennen im Jahre 1899 gewann der vom Darmstädter Bicycle-Club zum VCD gewechselte Konrad Lauterbach. Im Jahre 1903 wurde das Straßenrennen "Rund um Darmstadt" aus der Taufe gehoben. Am 24. Juni 1906 veranstaltete der junge VCD sein erstes Bahnrennen auf der im Jahre 1894 eingeweihten Rennbahn an der Heidelberger Straße, die im Jahre 1911 vom VCD übernommen wurde.

Vor dem Ersten Weltkrieg ragten aus der VCD-Rennmannschaft durch besondere Leistungen Ernst Damus bei Bahnrennen und Willi Zimmermann bei Straßenrennen heraus.  Durch den Ersten Weltkrieg  und das Gummiverbot kam die Entwicklung des Radrennsport zum erliegen; erschwerend kam hinzu, dass die Stadt Darmstadt 1919 die traditionsreiche Radrennbahn an der Heidelberger Straße einebnen ließ. Der Schwerpunkt des Radrennsports verlagerte sich dadurch auf die Straße.

Nach dem Ersten Weltkrieg verstanden es Ernst Damus und L. Raab, eine leistungsstarke Rennmannschaft aufzubauen. Aus dieser (Hans Thoma, Willi Schäfer, Willi Weber, Heinrich Weichsel) taten sich Hugo Walkenhorst als starker Bahnfahrer und Ernst Wolf als ausgezeichneter Straßenrennfahrer hervor.

Zwei Radrennfahrer, Ludwig Gans und Hans Franke, die vom Darmstädter Radsport-Club zum VCD gewechselt waren, belebten den Rennsport im VCD in den Jahren 1924 bis 1929 und wurden zu den dominierenden Straßenrennfahrern in Darmstadt: Gewinn des großen Straßenrennens "Rund um Frankfurt" 1928 in der B Klasse durch Hans Franke.

In den 30er Jahren spielte der Darmstädter Radrennsport keine große Rolle mehr. Neben den Fahrern Karl Trietsch, Otto Sauer, Victor Renschler, Hans Lücker, Jakob Wolf, Alfred Liedke, Heinz Keller ist vor allem der talentierte Willi Brunner zu nennen, der sich immer stärker in die Spitzengruppe der besten Fahrer des Gaues Südwest (Saar, Main-Hessen und Pfalz) vorarbeitete. Der Zweite Weltkrieg unterbrach zunächst eine weitere Aufwertsentwicklung Willi Brunners als Amateurfahrer.

Nach dem Krieg fuhren Willi Brunner und seine Weggefährten Heini Noß und Erich Barth viele Erfolge ein. Im Jahre 1946 gab Willi Brunner sein Debut als Steher hinter Kleinmotorführung auf der Radrennbahn in Dudenhofen. 1947 wechselte Willi Brunner ins Lager der Berufsfahrer. Auch hier erzielten Brunner und Partner Noß beachtenswerte Erfolge. Auf der Straße konnte Brunner bei der Deutschlandrundfahrt 1949 einen ehrenvollen 18. Platz und beim Straßenrennen "Tag der Giganten" in Wiesbaden einen ausgezeichneten 9. Platz hinter dem Sieger Bartali (mehrfacher Tour de France-Sieger) erringen.

Der Sprung in die Steherelite hinter schweren Schrittmachermaschinen gelang ihm nur für kurze Zeit mit wechseldem Erfolg. Erfolgreicher war er im Steherrennen hinter Kleinmotorführung. Brunners stolze Bilanz am Ende des Jahres 1950: In der Rangliste der Steher hinter Kleinmotorführung auf der Bahn und der Straße belegte Willi Brunner hinter dem Kölner Hans Zims den stolzen 2. Platz!

Willi Brunner trat dann als aktiver Rennfahrer von der Bühne ab und kümmerte sich fortan um den Nachswuchs im Radrennsport des VCD. Zu den in den folgenden Jahren sehr erfolgreichen Fahrern in Hessen und auf Bundesebene zählten: Frieder Weber, Paul Nester, Hanno Seifert, Jürgen Strauber, Helmut Steinbrecher und Walter Funk.

  • Paul Nester: 1950 Hessenmeister der Jugend über 1000 m, Hessenmeister auf der Straße.
  • Frieder Weber, Paul Nester, Hanno Seifert, Jürgen Strauber, Helmut Steinbrecher und Walter Funk: Hessenmeister der Jugend im Mannschaftsfahren.
  • Hanno Seifert: 1951 Hessenmeister der Jugend auf der Frankfurter Bahn.
  • Paul Nester: 1951 erkämpft er sich - mittlerweile in der Juniorenklasse - einen Platz in der Deutschen Olympia-Mannschaft. Doch für eine Teilnahme an der Olympiade 1952 in Helsinki reichte es leider nicht aus.
    1953: Berufung in die deutsche Nationalmannschaft für den Radländerkampf Österreich-Schweiz-Deutschland.
  • Horst Schäfer: 1953 Hessenmeister in der Jugend im Fliegerrennen, konnte sich bei dieser Meisterschaft vor einem Mannheimer namens Rudi Altig platzieren!!
  • Peter Knapp, Heinz Gessner, Klaus Faber und Hans Hug: 1963 Hessenmeister im Mannschaftsfahren der Junioren auf der Straße.
  • Peter Knapp: 1963: Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft (Straße).
  • Hans Hug: 1967 Hessenmeister der Junioren (Straße, 4000 m Verfolgungsfahren und 1000 m Zeitfahren).
  • Martel Büttner: 1967 Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Frauen in Holland.
  • Willi Brunner jr.: 1969 Hessenmeister der Jugend (500 m Zeitfahren, Fliegerrennen); 1970 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend im Zeitfahren über 500 m und im Fliegerrennen, 8. Platz im Straßenrennen.
    1971 Hessenmeister der Junioren im Fliegerrennen; 1972 Hessenmeister der Junioren im Zeitfahren über 1000 m.
  • Waldemar Fiedler: 1973 Hessenmeister der Senioren auf der Straße.

Allmählich ließ auch der Nachwuchs aufhorchen:

  • Ralf Linnert: 1976 Hessenmeister bei den Schülern.
  • Jürgen Guthmann: Hessenmeister 1978 in der B- und 1979 in der A-Jugend.
  • Karlheinz Ostermann: 1979 Hessenmeister auf der Straße.
  • 1980: Hessenmeisterschaften für Riccardo Schwarz im Bergzeitfahren, Jürgen Guthmann in der A-Jugend Markus Grefer in der b-Jugend im Zeitfahren über 500 m und Verfolgungsfahren über 2000 m, das VCD-Quartett Jürgen Guthmann, Bernd Herth, Riccardo Schwarz und Markus Grefer.
  • Markus Grefer: 1980 Deutsche Jugendmeisterschaft in der B-Jugend über 500 m Zeitfahren. und ein 3. Platz im Verfolgungsfahren über 2000 m!!
  • Willi-Heino Brunner, Enkel des ehemaligen Radsport-Profis Willi Brunner, wurde 1989 Jugend Vize-Hessenmeister.

Hervorzuheben sind noch die drei Hessenmeisterschaften im Bergzeitfahren bei den Senioren von Günther Willand in den Jahren 1986, 1987 1988, sowie die beiden Hessenmeisterschaften der Frauen von Vera Gawlic im Jahre 1993 auf der Frankfurter Rennbahn im Sprint und im Zeitfahren über 1000 m.

 

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